
- Start
- Shop
- Neuropeptide
- Semax 10 mg
ACTH(4-10)-Analogon≥98% Reinheit
Semax 10 mg
Semax ist ein synthetisches Heptapeptid, das in der Forschung zu kognitiven und neuroprotektiven Wegen untersucht wird.
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Produktinformationen
Semax wird als lyophilisiertes Pulver in einem versiegelten Vial geliefert. Das Produkt ist ausschließlich für Labor- und Forschungszwecke vorgesehen und nicht für die Anwendung an Mensch oder Tier bestimmt.
Die verfügbaren Prüfunterlagen werden im Laborbereich nach Produkt geführt. Produktangaben und Prüfstatus bleiben so nachvollziehbar miteinander verknüpft.
Kurzprofil
- Heptapeptid (7 Aminosäuren)
- Nootropisch-neuroprotektive Forschung
- Lyophilisiert, ≥98 %
Ratgeber · Semax und Selank: Aufbau, Analytik und Handhabung in der Forschung →
Über Semax
Was ist Semax?
Semax ist ein synthetisches, lineares Heptapeptid aus der Sequenzfamilie des adrenocorticotropen Hormons (ACTH) und gehört damit zu den Neuropeptid-Analoga der Melanocortin-Familie. In Datenbanken und Fachliteratur erscheint es auch als ACTH(4-7)-Pro-Gly-Pro, ACTH(4-7)PGP oder in der Einbuchstaben-Schreibweise MEHFPGP. Ein einzelner Rezeptor als gesicherte Zielstruktur ist in der Fachliteratur bislang nicht beschrieben.
Herkunft der Sequenz
ACTH ist eine Kette aus 39 Aminosäuren, die aus dem Vorläuferprotein Proopiomelanocortin (POMC) hervorgeht. Semax übernimmt daraus die Reste 4 bis 7, also Methionin, Glutaminsäure, Histidin und Phenylalanin, und ergänzt sie am C-Terminus um das Tripeptid Prolin-Glycin-Prolin (PGP). Im Katalog und in vielen Publikationen wird Semax als „ACTH(4-10)-Analogon“ geführt. Gemeint ist ein abgewandeltes Fragment: Der ACTH-Abschnitt 4-10 lautet Met-Glu-His-Phe-Arg-Trp-Gly, während Semax nach dem Phenylalanin nicht mit Arginin, Tryptophan und Glycin fortfährt, sondern mit PGP. Strukturell exakt ist daher die Schreibweise ACTH(4-7)-Pro-Gly-Pro.
Struktur und Kenndaten
- Sequenz: Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro (MEHFPGP), freies N-terminales Amin und freie C-terminale Carbonsäure
- Summenformel: C37H51N9O10S
- Molare Masse: 813,9 g/mol (berechnet)
- CAS-Nummer: 80714-61-0
- PubChem CID: 9811102
Formel und Masse gelten für das freie Peptid. Gegenionen aus Synthese und Aufreinigung sind darin nicht berücksichtigt.
Einordnung: Semax und Selank
Semax wird oft in einem Atemzug mit Selank genannt, weil beide Heptapeptide nach demselben Bauprinzip entstanden sind: Ein kurzes natürliches Fragment trägt am C-Terminus die Endung Pro-Gly-Pro. Die Ausgangssequenzen haben jedoch nichts miteinander zu tun. Semax stammt aus einem ACTH-Abschnitt, dessen Sequenz auch in α-MSH enthalten ist; Selank geht auf das Tetrapeptid Tuftsin zurück. Chemisch zeigt sich das etwa am Schwefelatom des Methionins, das nur Semax besitzt, und an einer Massendifferenz von rund 62 g/mol. Beide Peptide erhalten Sie auch zusammen im Set Semax + Selank; die übrigen Sequenzen dieser Gruppe finden Sie in der Kategorie Neuropeptide.
Forschungskontext
Die veröffentlichten präklinischen Arbeiten zu Semax beruhen überwiegend auf Nagetier- und Zellkulturmodellen. Im Mittelpunkt steht die Genexpression im Neurotrophin-System: Betrachtet wird die Expression der Gene für BDNF (brain-derived neurotrophic factor), dessen Rezeptor TrkB sowie NGF in Hippocampus und Cortex der Ratte. Weitere Studien werten Transkriptom- und Proteomdaten aus Hirngewebe experimenteller Tiermodelle aus. Die Befunde beschreiben ausschließlich diese Modellsysteme.
Analytik bei GPeptides
Semax wird regelmäßig von einem unabhängigen externen Labor untersucht. Die HPLC trennt das Heptapeptid von synthesebedingten Nebenprodukten wie verkürzten Sequenzen; der Reinheitswert entspricht dem Flächenanteil des Hauptpeaks im Chromatogramm. Die Massenspektrometrie belegt die Identität, indem sie die gemessene Masse mit dem aus C37H51N9O10S berechneten Wert abgleicht. Weil Semax Methionin enthält, ist dabei ein um 16 Da schwereres Signal aufschlussreich: Es deutet auf oxidiertes Methionin (Methioninsulfoxid) hin. Veröffentlichte Analysezertifikate stehen im Laborbereich, wo Produkte ohne vorliegendes Dokument den Vermerk „ausstehend“ tragen. Wie Trennung und Massenbestimmung zusammenspielen, erklärt der Ratgeber HPLC und Massenspektrometrie.
Spezifikationen
Die relevanten Produktdaten stehen als Seiteninhalt bereit: Form, Reinheit, Prüfmethode und Verwendungszweck.
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
|---|---|
| Datenbank | PubChem |
| Reinheit | ≥98% |
| Prüfmethoden | HPLC / MS |
| Einheit | 10 mg |
| Kategorie | Neuropeptide |
| Artikelnummer | GP-0019 |
Anwendung
Nur für Forschungszwecke (Research Use Only). Alle Produkte sind ausschließlich für die wissenschaftliche In-vitro-Forschung bestimmt und nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch.
| Anwendung | Nur Forschung (In-vitro) |
|---|---|
| Lagerung | Trocken & kühl · −20 °C langfristig |
Laborzertifikate
Qualitätssicherung
Extern geprüft, Prüfstatus im Laborbereich.
Identität und Reinheit werden regelmäßig extern per HPLC und Massenspektrometrie geprüft. Die verfügbaren Analysezertifikate sind im Laborbereich hinterlegt.
Alle Laborzertifikate ansehen →Prüfbericht
Analysezertifikat (COA)
Das Zertifikat zu diesem Produkt wird im Laborbereich veröffentlicht, sobald es vorliegt.
Alle Laborzertifikate ansehen →Häufige Fragen
Warum wird Semax als ACTH(4-10)-Analogon bezeichnet?
Semax ist dem ACTH-Abschnitt 4-10 (Met-Glu-His-Phe-Arg-Trp-Gly) nachgebildet: Die Reste 4 bis 7 bleiben erhalten, an die Stelle von Arg-Trp-Gly tritt Pro-Gly-Pro. Die strukturell genaue Schreibweise lautet deshalb ACTH(4-7)-Pro-Gly-Pro.
Welche Summenformel und Molmasse hat Semax?
Für das freie Peptid gelten die Summenformel C37H51N9O10S und eine berechnete molare Masse von 813,9 g/mol. Die CAS-Nummer lautet 80714-61-0.
Worin unterscheiden sich Semax und Selank?
Beide sind Heptapeptide mit der C-terminalen Endung Pro-Gly-Pro. Semax leitet sich von einem ACTH-Fragment ab, Selank vom Tetrapeptid Tuftsin, weshalb sich Sequenz, Summenformel und Masse deutlich unterscheiden.
Ist für Semax ein Zielrezeptor bekannt?
Ein einzelner, gesichert zugeordneter Rezeptor ist bisher nicht beschrieben. Präklinische Arbeiten befassen sich vor allem mit der Genexpression im Neurotrophin-System, etwa von BDNF und dessen Rezeptor TrkB.
Wofür ist dieses Produkt bestimmt?
Ausschließlich für wissenschaftliche In-vitro-Forschung und Laboranwendungen. Nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch, nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke.
Wie wird das Peptid geliefert?
Als lyophilisiertes (gefriergetrocknetes) Pulver im verschlossenen Vial. Für die Rekonstitution im Forschungskontext wird üblicherweise bakteriostatisches Wasser verwendet.
Wie lagere ich das Produkt?
Ungeöffnet und lyophilisiert: kühl, trocken und lichtgeschützt; für die Langzeitlagerung bei −20 °C. Rekonstituiert: gekühlt und zeitnah verwenden.
Gibt es ein Analysezertifikat (COA)?
Veröffentlichte Analysezertifikate stehen im Laborbereich, sortiert nach Produkt. Liegt für ein Produkt noch kein Prüfbericht vor, ist es dort als „ausstehend“ gekennzeichnet.



