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GHRH-Analogon≥98% Reinheit
Tesamorelin 10 mg
Tesamorelin ist ein stabilisiertes GHRH-Analogon, das in der Forschung zur Regulierung der Wachstumshormon-Achse eingesetzt wird.
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Produktinformationen
Tesamorelin wird als lyophilisiertes Pulver in einem versiegelten Vial geliefert. Das Produkt ist ausschließlich für Labor- und Forschungszwecke vorgesehen und nicht für die Anwendung an Mensch oder Tier bestimmt.
Die verfügbaren Prüfunterlagen werden im Laborbereich nach Produkt geführt. Produktangaben und Prüfstatus bleiben so nachvollziehbar miteinander verknüpft.
Kurzprofil
- Synthetisches GHRH-Analogon
- Untersucht zu Lipid- & Stoffwechselparametern
- 44-Aminosäuren-Peptid
Ratgeber · Tesamorelin: Aufbau, Analytik und Handhabung in der Forschung →
Über Tesamorelin
Was ist Tesamorelin?
Tesamorelin ist ein synthetisches Analogon des menschlichen Growth-Hormone-Releasing-Hormons (GHRH, auch Somatoliberin oder GRF). Das Peptid umfasst alle 44 Aminosäuren der natürlichen Sequenz und trägt am N-terminalen Tyrosin zusätzlich eine (3E)-Hex-3-enoyl-Gruppe, auch trans-3-Hexenoyl genannt. Pharmakologisch wird es als Agonist am GHRH-Rezeptor (GHRHR) eingeordnet, der auf den somatotropen Zellen des Hypophysenvorderlappens sitzt. In Datenbanken erscheint es außerdem unter dem Forschungscode TH9507 und unter systematischen Namen wie N-[(3E)-hex-3-enoyl]-hGHRH(1-44)-NH2; Tesamorelin-Acetat bezeichnet die Acetat-Salzform.
Struktur und Kenndaten
- Sequenz (44 Aminosäuren): (trans-3-Hexenoyl)-YADAIFTNSYRKVLGQLSARKLLQDIMSRQQGESNQERGARARL-NH2
- C-Terminus: Leucinamid, wie im natürlichen Hormon
- Summenformel: C221H366N72O67S
- Molare Masse: 5135,9 g/mol (freies Peptid)
- CAS-Nummer: 218949-48-5
- PubChem CID: 16137828
Das einzige Schwefelatom der Formel stammt aus dem Methionin an Position 27. Gegenüber der unmodifizierten Sequenz hGHRH(1-44)-NH2 macht die Hexenoyl-Gruppe das Molekül rechnerisch um rund 96 Da schwerer.
Einordnung: Tesamorelin und verwandte Peptide
Der Vergleich mit CJC-1295 (No DAC) zeigt den Unterschied zwischen vollständigem und verkürztem GHRH-Analogon: Tesamorelin behält alle 44 Reste und verändert nur den N-Terminus, während CJC-1295 (No DAC) auf die ersten 29 Aminosäuren gekürzt ist und dort vier Positionen austauscht. Die ersten 29 Reste von Tesamorelin entsprechen dagegen unverändert der natürlichen Sequenz. Ipamorelin steht in derselben Shop-Kategorie, gehört aber zu den GHRP-Peptiden und wird dem Ghrelin-Rezeptor zugeordnet, nicht dem GHRH-Rezeptor. Einen Überblick über beide Familien gibt die Kategorie GHRH- & GHRP-Peptide.
Forschungskontext
Tesamorelin wird als GHRH-Rezeptor-Agonist in der Forschung zur somatotropen Achse untersucht, also zum Regelkreis aus Wachstumshormon (GH) und IGF-1. Typische Modellsysteme sind präklinische Modelle zur GH-Freisetzung aus der Hypophyse. Chemisch ist das Molekül zudem ein Beispiel dafür, wie eine natürliche Peptidsequenz durch eine kleine Acylgruppe am Kettenanfang abgewandelt werden kann, ohne die Aminosäurefolge selbst zu verändern.
Analytik bei GPeptides
Die regelmäßige externe Prüfung per HPLC und Massenspektrometrie hat bei Tesamorelin zwei Schwerpunkte. Mit 44 Resten ist es das längste Peptid der GH-Kategorie, entsprechend wichtig ist die Abtrennung von Fehlsequenzen, denen einzelne Aminosäuren fehlen. Ein besonderer Prüfpunkt ist das Methionin an Position 27: Oxidiert es zum Sulfoxid, entsteht eine um 16 Da schwerere Nebenform, die im Chromatogramm als eigener Peak und im Massenspektrum als verschobenes Signal auftreten kann. Zur Identitätsprüfung wird die Masse bei Elektrospray-Ionisierung aus mehrfach geladenen Ionen zurückgerechnet und mit dem berechneten Mittelwert von rund 5136 Da verglichen. Welche Nebenprodukte bei Peptiden typisch sind, beschreibt der Ratgeber Reinheit und Verunreinigungen. Vorliegende Analysezertifikate (COA) stehen im Laborbereich, noch nicht veröffentlichte sind als „ausstehend“ markiert.
Spezifikationen
Die relevanten Produktdaten stehen als Seiteninhalt bereit: Form, Reinheit, Prüfmethode und Verwendungszweck.
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
|---|---|
| Datenbank | PubChem |
| Reinheit | ≥98% |
| Prüfmethoden | HPLC / MS |
| Einheit | 10 mg |
| Kategorie | GHRH & GHRP |
| Artikelnummer | GP-0002 |
Anwendung
Nur für Forschungszwecke (Research Use Only). Alle Produkte sind ausschließlich für die wissenschaftliche In-vitro-Forschung bestimmt und nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch.
| Anwendung | Nur Forschung (In-vitro) |
|---|---|
| Lagerung | Trocken & kühl · −20 °C langfristig |
Laborzertifikate
Qualitätssicherung
Extern geprüft, Prüfstatus im Laborbereich.
Identität und Reinheit werden regelmäßig extern per HPLC und Massenspektrometrie geprüft. Die verfügbaren Analysezertifikate sind im Laborbereich hinterlegt.
Alle Laborzertifikate ansehen →Prüfbericht
Analysezertifikat (COA)
Das Zertifikat zu diesem Produkt wird im Laborbereich veröffentlicht, sobald es vorliegt.
Alle Laborzertifikate ansehen →Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich Tesamorelin von natürlichem GHRH?
Die Aminosäuresequenz ist mit der des menschlichen GHRH(1-44) identisch. Hinzu kommt eine trans-3-Hexenoyl-Gruppe am N-terminalen Tyrosin, die das Molekül um rund 96 Da schwerer macht.
Welche CAS-Nummer hat Tesamorelin?
Für das freie Peptid ist die CAS-Nummer 218949-48-5 hinterlegt, in PubChem ist es unter der CID 16137828 geführt. Die Summenformel lautet C221H366N72O67S, die molare Masse 5135,9 g/mol.
Was bedeutet TH9507?
TH9507, auch TH-9507 geschrieben, ist ein Forschungscode, unter dem Tesamorelin in Datenbanken als Synonym verzeichnet ist. Er bezeichnet dasselbe Molekül.
Warum ist Methionin bei Tesamorelin ein Prüfpunkt?
Methionin gehört zu den oxidationsempfindlichen Aminosäuren. Tesamorelin enthält einen Methionin-Rest an Position 27; seine oxidierte Form ist um 16 Da schwerer und lässt sich per HPLC und Massenspektrometrie vom intakten Peptid unterscheiden.
Wofür ist dieses Produkt bestimmt?
Ausschließlich für wissenschaftliche In-vitro-Forschung und Laboranwendungen. Nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch, nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke.
Wie wird das Peptid geliefert?
Als lyophilisiertes (gefriergetrocknetes) Pulver im verschlossenen Vial. Für die Rekonstitution im Forschungskontext wird üblicherweise bakteriostatisches Wasser verwendet.
Wie lagere ich das Produkt?
Ungeöffnet und lyophilisiert: kühl, trocken und lichtgeschützt; für die Langzeitlagerung bei −20 °C. Rekonstituiert: gekühlt und zeitnah verwenden.
Gibt es ein Analysezertifikat (COA)?
Veröffentlichte Analysezertifikate stehen im Laborbereich, sortiert nach Produkt. Liegt für ein Produkt noch kein Prüfbericht vor, ist es dort als „ausstehend“ gekennzeichnet.



