GPGPeptides

Mitochondrial-Peptid≥97% Reinheit

MOTS-c 40 mg

MOTS-c ist ein mitochondrial codiertes Peptid, das in der Forschung zu Stoffwechsel- und Zellenergie-Regulation untersucht wird.

FormLyophilisiertes Pulver
AnalytikHPLC / MS
COAPrüfstatus im Laborbereich
109,90 €

inkl. MwSt., zzgl. Versand

Auf Lager
40 mg

Nur für Forschungszwecke · Versand innerhalb der EU

Artikelnummer: GP-0012-1

Produktinformationen

MOTS-c wird als lyophilisiertes Pulver in einem versiegelten Vial geliefert. Das Produkt ist ausschließlich für Labor- und Forschungszwecke vorgesehen und nicht für die Anwendung an Mensch oder Tier bestimmt.

Die verfügbaren Prüfunterlagen werden im Laborbereich nach Produkt geführt. Produktangaben und Prüfstatus bleiben so nachvollziehbar miteinander verknüpft.

Kurzprofil

  • Mitochondrial abgeleitetes Peptid
  • Forschung zu metabolischer Homöostase
  • 16-Aminosäuren-Peptid

Ratgeber · MOTS-c: Aufbau, Analytik und Handhabung in der Forschung →

Über MOTS-c

Was ist MOTS-c?

MOTS-c ist ein Peptid aus 16 Aminosäuren und zählt zu den mitochondrial abgeleiteten Peptiden (mitochondria-derived peptides, MDP). Der Name steht für „mitochondrial open reading frame of the 12S rRNA-c“ und beschreibt den Fundort der Sequenz: Sie ist in einem kurzen offenen Leserahmen innerhalb des 12S-rRNA-Gens der mitochondrialen DNA kodiert, nicht im Zellkern. Beschrieben wurde das Peptid erstmals 2015. MOTS-c ist körpereigen; die hier angebotene Form wird synthetisch hergestellt und entspricht der humanen Sequenz.

Sequenz und Kenndaten

  • Sequenz: Met-Arg-Trp-Gln-Glu-Met-Gly-Tyr-Ile-Phe-Tyr-Pro-Arg-Lys-Leu-Arg
  • Einbuchstabencode: MRWQEMGYIFYPRKLR
  • Termini: freier N- und C-Terminus (H-…-OH), ohne Acetylierung oder Amidierung
  • Summenformel: C101H152N28O22S2
  • Molare Masse: 2174,6 g/mol (freies Peptid, ohne Gegenionen)
  • PubChem-CID: 146675088

Auffällig ist das C-terminale Ende: Unter den letzten vier Resten befinden sich drei basische Aminosäuren (Arg, Lys, Arg), dazu kommt ein Arginin an Position 2. Bei neutralem pH trägt das Molekül daher eine positive Nettoladung. Die beiden Schwefelatome der Summenformel stammen aus den Methioninen an den Positionen 1 und 6.

Einordnung: MOTS-c und andere Peptide

In der Kategorie Mitochondriale Peptide ist MOTS-c derzeit der einzige Vertreter. Als weiteres mitochondrial kodiertes Peptid nennt die Literatur Humanin, das im Katalog nicht geführt wird. Thematisch berührt MOTS-c die Stoffwechselforschung, der auch GLP-3 aus den Inkretin-Analoga zugeordnet ist; strukturell sind beide Moleküle nicht verwandt. Ähnlich verhält es sich mit Glutathione, einem Tripeptid aus der Redox-Forschung, das mit MOTS-c ebenfalls nicht strukturell verwandt ist.

Forschungskontext

MOTS-c wird in Zellkulturen und Nagermodellen zur metabolischen Homöostase untersucht, mit einem Schwerpunkt auf Skelettmuskelgewebe. Ein klassischer Membranrezeptor ist bislang nicht identifiziert. In der Arbeit, die das Peptid erstmals beschrieb, wurde seine zelluläre Aktivität mit einer Hemmung des Folatzyklus und der daran gekoppelten De-novo-Purinbiosynthese in Verbindung gebracht, in deren Folge die AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK) aktiviert wird. Ein Teil der Forschung befasst sich entsprechend mit der Kommunikation zwischen Mitochondrien und Zellkern über Folat- und AMPK-Signalwege.

Analytik bei GPeptides

MOTS-c wird im Vial zu 10 mg geliefert, die geführte Reinheit beträgt ≥ 97 % (HPLC). Die Massenspektrometrie gleicht die gemessene Masse mit dem Wert aus der Summenformel C101H152N28O22S2 ab, also mit rund 2173,11 Da (monoisotopisch) beziehungsweise 2174,6 Da (mittlere Masse). Wegen der vier basischen Reste zeigt das Spektrum mehrere Ladungszustände, die per Dekonvolution zur Molekülmasse zusammengeführt werden. Aufschlussreich sind Signale 16 Da oberhalb der Zielmasse: Sie weisen auf ein oxidiertes Methionin hin, eine bei methioninhaltigen Sequenzen typische Nebenkomponente. Das Peptid wird regelmäßig extern per HPLC und Massenspektrometrie geprüft; beauftragt ist ein unabhängiges externes Labor. Die verfügbaren Analysezertifikate (COA) liegen im Laborbereich; steht dort für MOTS-c noch keines, ist die Prüfung ausstehend. Welche Prüfschritte dazu gehören, beschreibt der Ratgeber Qualitätskontrolle.

Spezifikationen

Die relevanten Produktdaten stehen als Seiteninhalt bereit: Form, Reinheit, Prüfmethode und Verwendungszweck.

FormLyophilisiertes Pulver
DatenbankPubChem
Reinheit≥97%
PrüfmethodenHPLC / MS
Einheit40 mg
KategorieMitochondriale Peptide
ArtikelnummerGP-0012-1

Anwendung

Nur für Forschungszwecke (Research Use Only). Alle Produkte sind ausschließlich für die wissenschaftliche In-vitro-Forschung bestimmt und nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch.

AnwendungNur Forschung (In-vitro)
LagerungTrocken & kühl · −20 °C langfristig

Laborzertifikate

Qualitätssicherung

Extern geprüft, Prüfstatus im Laborbereich.

Identität und Reinheit werden regelmäßig extern per HPLC und Massenspektrometrie geprüft. Die verfügbaren Analysezertifikate sind im Laborbereich hinterlegt.

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Prüfbericht

Analysezertifikat (COA)

Das Zertifikat zu diesem Produkt wird im Laborbereich veröffentlicht, sobald es vorliegt.

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Häufige Fragen

Wofür steht der Name MOTS-c?

MOTS-c ist die Abkürzung für „mitochondrial open reading frame of the 12S rRNA-c“. Der Name bezeichnet den Leserahmen im 12S-rRNA-Gen der mitochondrialen DNA, in dem die Sequenz kodiert ist.

Hat MOTS-c einen bekannten Rezeptor?

Ein klassischer Membranrezeptor ist bislang nicht identifiziert. In der Originalarbeit wurde die zelluläre Aktivität mit dem Folatzyklus, der De-novo-Purinbiosynthese und einer nachfolgenden AMPK-Aktivierung in Verbindung gebracht.

Welche Masse sollte die Massenspektrometrie für MOTS-c zeigen?

Aus der Summenformel C101H152N28O22S2 ergibt sich eine monoisotopische Masse von rund 2173,11 Da und eine mittlere molare Masse von 2174,6 g/mol für das freie Peptid. Gegenionen aus der Synthese sind darin nicht enthalten.

Warum ist Methionin in MOTS-c analytisch relevant?

Die Sequenz enthält zwei Methionine, an den Positionen 1 und 6. Methionin kann oxidieren, was im Massenspektrum als Signal 16 Da oberhalb der Zielmasse sichtbar wird. So lassen sich oxidierte Varianten eindeutig von der Zielsequenz unterscheiden.

Wofür ist dieses Produkt bestimmt?

Ausschließlich für wissenschaftliche In-vitro-Forschung und Laboranwendungen. Nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch, nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke.

Wie wird das Peptid geliefert?

Als lyophilisiertes (gefriergetrocknetes) Pulver im verschlossenen Vial. Für die Rekonstitution im Forschungskontext wird üblicherweise bakteriostatisches Wasser verwendet.

Wie lagere ich das Produkt?

Ungeöffnet und lyophilisiert: kühl, trocken und lichtgeschützt; für die Langzeitlagerung bei −20 °C. Rekonstituiert: gekühlt und zeitnah verwenden.

Gibt es ein Analysezertifikat (COA)?

Veröffentlichte Analysezertifikate stehen im Laborbereich, sortiert nach Produkt. Liegt für ein Produkt noch kein Prüfbericht vor, ist es dort als „ausstehend“ gekennzeichnet.