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Tripeptid≥98% Reinheit
Glutathione 600 mg
Glutathion ist ein Aminosäure-Trimer aus Glutaminsäure, Cystein und Glycin, das in der Forschung zu Redox- und Zellschutz-Wegen untersucht wird.
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Produktinformationen
Glutathione wird als lyophilisiertes Pulver in einem versiegelten Vial geliefert. Das Produkt ist ausschließlich für Labor- und Forschungszwecke vorgesehen und nicht für die Anwendung an Mensch oder Tier bestimmt.
Die verfügbaren Prüfunterlagen werden im Laborbereich nach Produkt geführt. Produktangaben und Prüfstatus bleiben so nachvollziehbar miteinander verknüpft.
Kurzprofil
- Aminosäure-Trimer (Glu-Cys-Gly)
- Forschung zu Redox-Prozessen
- Hoher Gehalt: 600 mg pro Vial
Über Glutathione
Was ist Glutathion?
Glutathion, abgekürzt GSH und im Shop unter der englischen Schreibweise Glutathione geführt, ist ein Tripeptid aus Glutamat, Cystein und Glycin. Im Unterschied zu Fragmenten wie BPC-157 oder KPV ist es kein Ausschnitt eines größeren Proteins: Zellen bilden es selbst aus diesen drei Aminosäuren. Als Metabolit ist Glutathion beim Menschen ebenso nachgewiesen wie etwa im Bakterium E. coli; es gilt als das häufigste niedermolekulare Thiol in Zellen. In Datenbanken erscheint es auch als γ-L-Glutamyl-L-cysteinylglycin oder schlicht als reduziertes Glutathion.
Struktur und Kenndaten
Die folgenden Werte beschreiben die reduzierte Form mit freier Thiolgruppe (GSH):
- Sequenz: γ-Glu-Cys-Gly
- Summenformel: C10H17N3O6S
- Molare Masse: 307,33 g/mol (Mittelwert); monoisotopische Masse 307,08 Da
- CAS-Nummer: 70-18-8
- PubChem CID: 124886
- Oxidierte Form zum Vergleich: Glutathiondisulfid (GSSG), C20H32N6O12S2, 612,6 g/mol, PubChem CID 65359
Strukturell ungewöhnlich ist die Bindung zwischen Glutamat und Cystein. Sie geht nicht wie in einer gewöhnlichen Peptidkette von der α-Carboxylgruppe aus, sondern von der Carboxylgruppe der Seitenkette in γ-Position. Deshalb lautet die korrekte Kurzschreibweise γ-Glu-Cys-Gly. Das Cystein trägt eine freie Thiolgruppe, über die sich zwei Glutathion-Moleküle zu einem Disulfid verbinden können, dem GSSG.
Einordnung: Glutathion und andere Tripeptide
Glutathion ist das einzige Produkt der Kategorie Redox-Peptide. Mit KPV und GHK-Cu führt der Shop zwei weitere Tripeptide, die chemisch jedoch anders aufgebaut sind. KPV ist ein Ausschnitt der α-MSH-Sequenz mit gewöhnlichen α-Peptidbindungen. GHK-Cu ist der Kupferkomplex des Tripeptids GHK, bei dem die Metallbindung im Vordergrund steht. Glutathion hingegen ist ein endogener Metabolit, dessen Chemie von der reaktiven Thiolgruppe geprägt ist. Auch die Menge je Vial unterscheidet sich: 600 mg liegen um ein Vielfaches über den 5 bis 10 mg der Peptidfragmente.
Forschungskontext
In der Zellbiologie gilt Glutathion als wichtigster niedermolekularer Redoxpuffer. Seine chemische Rolle beruht auf zwei Reaktionstypen: der Reduktion von Oxidationsmitteln, bei der GSH selbst zu GSSG oxidiert wird, und der Konjugation mit elektrophilen Verbindungen. Beide Reaktionen katalysieren glutathionabhängige Enzyme, darunter Glutathionperoxidasen und Glutathion-S-Transferasen. Forschungsarbeiten befassen sich mit der Redox-Homöostase von Zellen, mit Biosynthese und Regulation von GSH sowie mit Methoden, Glutathion in Proben zu bestimmen.
Analytik bei GPeptides
Neben der Reinheit ist bei Glutathion der Oxidationszustand eine zentrale analytische Frage, weil die Thiolgruppe in Lösung mit Luftsauerstoff zum Disulfid reagieren kann. Die Massenspektrometrie unterscheidet beide Formen klar: Reduziertes GSH ergibt einfach protoniert ein Signal bei etwa m/z 308,1, das Disulfid GSSG ist mit 612,6 g/mol rund doppelt so schwer. Mit einer geeigneten HPLC-Methode lassen sich beide Formen trennen, sodass ein GSSG-Anteil als eigener Peak sichtbar wird.
Glutathione wird regelmäßig von einem unabhängigen externen Labor mit HPLC und Massenspektrometrie geprüft. Liegt ein Analysezertifikat vor, finden Sie es im Laborbereich; ohne veröffentlichtes Zertifikat zeigt die Übersicht den Status „ausstehend“. Den Weg vom Rohstoff bis zum Zertifikat beschreibt der Ratgeber Qualitätskontrolle.
Spezifikationen
Die relevanten Produktdaten stehen als Seiteninhalt bereit: Form, Reinheit, Prüfmethode und Verwendungszweck.
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
|---|---|
| Datenbank | PubChem |
| Reinheit | ≥98% |
| Prüfmethoden | HPLC / MS |
| Einheit | 600 mg |
| Kategorie | Redox-Peptide |
| Artikelnummer | GP-0017 |
Anwendung
Nur für Forschungszwecke (Research Use Only). Alle Produkte sind ausschließlich für die wissenschaftliche In-vitro-Forschung bestimmt und nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch.
| Anwendung | Nur Forschung (In-vitro) |
|---|---|
| Lagerung | Trocken & kühl · −20 °C langfristig |
Laborzertifikate
Qualitätssicherung
Extern geprüft, Prüfstatus im Laborbereich.
Identität und Reinheit werden regelmäßig extern per HPLC und Massenspektrometrie geprüft. Die verfügbaren Analysezertifikate sind im Laborbereich hinterlegt.
Alle Laborzertifikate ansehen →Prüfbericht
Analysezertifikat (COA)
Das Zertifikat zu diesem Produkt wird im Laborbereich veröffentlicht, sobald es vorliegt.
Alle Laborzertifikate ansehen →Häufige Fragen
Ist Glutathione dasselbe wie Glutathion?
Ja. Glutathione ist die englische, Glutathion die deutsche Schreibweise; gemeint ist in beiden Fällen das Tripeptid γ-Glu-Cys-Gly. Die Abkürzung GSH bezeichnet die reduzierte Form.
Was unterscheidet GSH von GSSG?
GSH ist die reduzierte Form mit freier Thiolgruppe. GSSG entsteht, wenn zwei GSH-Moleküle über eine Disulfidbrücke verbunden werden, und hat mit 612,6 g/mol etwa die doppelte molare Masse.
Warum schreibt man γ-Glu-Cys-Gly und nicht einfach Glu-Cys-Gly?
Das γ zeigt an, dass Glutamat über die Carboxylgruppe seiner Seitenkette an Cystein gebunden ist. In gewöhnlichen Peptiden erfolgt die Verknüpfung über die α-Carboxylgruppe, die γ-Bindung ist daher ein charakteristisches Merkmal von Glutathion.
Ist Glutathion ein Fragment eines größeren Proteins?
Nein. Glutathion wird in Zellen aus Glutamat, Cystein und Glycin aufgebaut und ist ein eigenständiger Metabolit, kein Teilstück einer Proteinsequenz.
Wofür ist dieses Produkt bestimmt?
Ausschließlich für wissenschaftliche In-vitro-Forschung und Laboranwendungen. Nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch, nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke.
Wie wird das Peptid geliefert?
Als lyophilisiertes (gefriergetrocknetes) Pulver im verschlossenen Vial. Für die Rekonstitution im Forschungskontext wird üblicherweise bakteriostatisches Wasser verwendet.
Wie lagere ich das Produkt?
Ungeöffnet und lyophilisiert: kühl, trocken und lichtgeschützt; für die Langzeitlagerung bei −20 °C. Rekonstituiert: gekühlt und zeitnah verwenden.
Gibt es ein Analysezertifikat (COA)?
Veröffentlichte Analysezertifikate stehen im Laborbereich, sortiert nach Produkt. Liegt für ein Produkt noch kein Prüfbericht vor, ist es dort als „ausstehend“ gekennzeichnet.



