
Melanocortin≥98% Reinheit
Melanotan II (MT2) 10 mg
Melanotan II (MT2) ist ein synthetisches Analogon des α-MSH, untersucht in der Forschung an Melanocortin-Rezeptoren.
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Produktinformationen
Melanotan II (MT2) wird als lyophilisiertes Pulver in einem versiegelten Vial geliefert. Das Produkt ist ausschließlich für Labor- und Forschungszwecke vorgesehen und nicht für die Anwendung an Mensch oder Tier bestimmt.
Die verfügbaren Prüfunterlagen werden im Laborbereich nach Produkt geführt. Produktangaben und Prüfstatus bleiben so nachvollziehbar miteinander verknüpft.
Kurzprofil
- α-MSH-Analogon
- Melanocortin-Rezeptor-Forschung
- Cyclisches Heptapeptid
Ratgeber · Melanotan I und II: Aufbau, Analytik und Handhabung in der Forschung →
Über Melanotan II (MT2)
Was ist MT2?
MT2 ist die Katalogbezeichnung für Melanotan II, in der Literatur auch als MT-II oder Melanotan-II geführt. Es handelt sich um ein vollständig synthetisches, zyklisches Peptid aus der Familie der Melanocortine. Sein Gerüst leitet sich vom Kernabschnitt 4–10 des α-Melanozyten-stimulierenden Hormons (α-MSH) ab, dessen natürliche Sequenz 13 Aminosäuren umfasst. Pharmakologisch wird Melanotan II als nicht-selektiver Agonist an Melanocortin-Rezeptoren eingeordnet: Es spricht mehrere Subtypen dieser Rezeptorfamilie an, statt einen einzelnen gezielt zu adressieren.
Struktur und Kenndaten
Aus dem α-MSH-Kernabschnitt entsteht MT2 durch vier Austausche: Norleucin an Position 4, Asparaginsäure an Position 5, D-Phenylalanin an Position 7 und Lysin an Position 10. Die Seitenketten von Asparaginsäure und Lysin sind über eine Amidbindung miteinander verknüpft, eine sogenannte Lactam-Brücke. So entsteht ein Ring aus sechs Aminosäuren, dem das acetylierte Norleucin vorangestellt ist; der C-Terminus liegt als Amid vor.
- Sequenz: Ac-Nle-cyclo[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-NH2
- Einbuchstabencode des Kerns: XDHfRWK (X = Norleucin, f = D-Phenylalanin)
- Summenformel: C50H69N15O9
- Molare Masse: 1024,2 g/mol (freie Form, ohne Gegenionen)
- CAS-Nummer: 121062-08-6
- PubChem-CID: 92432
Einordnung: MT2 und verwandte Peptide
Im selben Katalogbereich steht MT1 (Melanotan I). Beide gehen auf α-MSH zurück, unterscheiden sich aber grundlegend im Aufbau: MT1 ist eine lineare Kette aus 13 Aminosäuren mit nur zwei Austauschen gegenüber der natürlichen Sequenz, während MT2 auf sieben Reste verkürzt und durch die Lactam-Brücke ringförmig fixiert ist. In der Literatur wird MT1 dem MC1-Rezeptor zugeordnet, MT2 dagegen als nicht-selektiver Agonist über mehrere Subtypen hinweg beschrieben. Ebenfalls aus der α-MSH-Sequenz stammt KPV, das C-terminale Tripeptid Lysin-Prolin-Valin; genau dieser Abschnitt fehlt in MT2. Einen Überblick über alle Moleküle dieser Gruppe gibt die Kategorie Melanocortine & Kupferpeptide.
Forschungskontext
Melanotan II dient in In-vitro- und präklinischen Arbeiten als Werkzeugsubstanz für die Untersuchung des Melanocortin-Systems. Auf zellulärer Ebene betrifft das etwa die Signalübertragung über den MC1-Rezeptor in Melanozyten-Kulturen, in Nagermodellen zentrale Signalwege über MC4- und MC3-Rezeptoren. Weil die Substanz mehrere Subtypen anspricht, wird sie in Studien mit Knockout-Linien einzelner Rezeptoren (etwa MC3R oder MC4R) als nicht-selektiver Referenzagonist eingesetzt. Der Vergleich zwischen Wildtyp und Knockout zeigt dann, welcher Anteil eines Signals an einem bestimmten Rezeptor hängt.
Analytik bei GPeptides
MT2 wird als Vial mit 10 mg Einwaage und einer Reinheit von ≥ 98 % (HPLC) geführt. Im Chromatogramm dominiert idealerweise ein einzelner Hauptpeak; Nebenpeaks können etwa auf verkürzte Sequenzen oder nicht geschlossene Ringvorstufen hinweisen. Die Massenspektrometrie prüft die Identität gegen die Summenformel C50H69N15O9: Erwartet wird eine monoisotopische Masse von rund 1023,54 Da, gemittelt rund 1024,2 Da. Da die Lactam-Brücke unter Abspaltung von Wasser entsteht, liegt eine offene, lineare Vorstufe um etwa 18 Da höher – ein Unterschied, den die MS eindeutig erfasst. MT2 wird regelmäßig extern per HPLC und Massenspektrometrie geprüft; die Messungen führt ein unabhängiges externes Labor durch. Verfügbare Analysezertifikate (COA) finden Sie im Laborbereich; ohne hinterlegtes Zertifikat gilt die Prüfung als ausstehend. Wie Chromatogramm und Massenspektrum zu lesen sind, erklärt der Ratgeber HPLC und Massenspektrometrie.
Spezifikationen
Die relevanten Produktdaten stehen als Seiteninhalt bereit: Form, Reinheit, Prüfmethode und Verwendungszweck.
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
|---|---|
| Auch bekannt als | Melanotan II |
| Datenbank | PubChem |
| Reinheit | ≥98% |
| Prüfmethoden | HPLC / MS |
| Einheit | 10 mg |
| Kategorie | Melanocortine & Kupferpeptide |
| Artikelnummer | GP-0010 |
Anwendung
Nur für Forschungszwecke (Research Use Only). Alle Produkte sind ausschließlich für die wissenschaftliche In-vitro-Forschung bestimmt und nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch.
| Anwendung | Nur Forschung (In-vitro) |
|---|---|
| Lagerung | Trocken & kühl · −20 °C langfristig |
Laborzertifikate
Qualitätssicherung
Extern geprüft, Prüfstatus im Laborbereich.
Identität und Reinheit werden regelmäßig extern per HPLC und Massenspektrometrie geprüft. Die verfügbaren Analysezertifikate sind im Laborbereich hinterlegt.
Alle Laborzertifikate ansehen →Prüfbericht
Analysezertifikat (COA)
Das Zertifikat zu diesem Produkt wird im Laborbereich veröffentlicht, sobald es vorliegt.
Alle Laborzertifikate ansehen →Häufige Fragen
Ist MT2 dasselbe wie Melanotan II?
Ja. MT2 ist die Katalogbezeichnung für Melanotan II, das in der Literatur auch als MT-II geführt wird. Die Verbindung ist unter der CAS-Nummer 121062-08-6 und der PubChem-CID 92432 registriert.
Worin unterscheidet sich MT2 von MT1?
MT1 ist eine lineare Kette aus 13 Aminosäuren und wird als Agonist am MC1-Rezeptor beschrieben. MT2 ist ein auf sieben Reste verkürztes, über eine Lactam-Brücke ringförmig geschlossenes Peptid und gilt als nicht-selektiver Agonist an mehreren Melanocortin-Rezeptor-Subtypen.
Wie ist der Ring von MT2 geschlossen?
Über eine Lactam-Brücke, also eine Amidbindung zwischen den Seitenketten von Asparaginsäure und Lysin. Eine Disulfidbrücke gibt es nicht; die Sequenz enthält kein Cystein.
Welche Masse sollte die Massenspektrometrie für MT2 bestätigen?
Aus der Summenformel C50H69N15O9 ergibt sich eine monoisotopische Masse von rund 1023,54 Da und eine mittlere molare Masse von 1024,2 g/mol. Beide Werte beziehen sich auf die freie Form ohne Gegenionen.
Wofür ist dieses Produkt bestimmt?
Ausschließlich für wissenschaftliche In-vitro-Forschung und Laboranwendungen. Nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch, nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke.
Wie wird das Peptid geliefert?
Als lyophilisiertes (gefriergetrocknetes) Pulver im verschlossenen Vial. Für die Rekonstitution im Forschungskontext wird üblicherweise bakteriostatisches Wasser verwendet.
Wie lagere ich das Produkt?
Ungeöffnet und lyophilisiert: kühl, trocken und lichtgeschützt; für die Langzeitlagerung bei −20 °C. Rekonstituiert: gekühlt und zeitnah verwenden.
Gibt es ein Analysezertifikat (COA)?
Veröffentlichte Analysezertifikate stehen im Laborbereich, sortiert nach Produkt. Liegt für ein Produkt noch kein Prüfbericht vor, ist es dort als „ausstehend“ gekennzeichnet.



