GPGPeptides
  1. Start
  2. Shop
  3. Inkretin-Analoga
  4. Cagrilintide 10 mg

Inkretin-Analoga≥98% Reinheit

Cagrilintide 10 mg

Langwirksames Amylin-Analogon für die Forschung am Amylin- und Calcitonin-Rezeptorsystem, nur für Forschungszwecke.

FormLyophilisiertes Pulver
AnalytikHPLC / MS
COAPrüfstatus im Laborbereich
64,90 €

inkl. MwSt., zzgl. Versand

Auf Lager
10 mg

Nur für Forschungszwecke · Versand innerhalb der EU

Artikelnummer: GP-0102

Produktinformationen

Cagrilintide ist ein langwirksames, acyliertes Amylin-Analogon, entwickelt von Novo Nordisk. Es wirkt als Agonist an den Amylin- (AMY1–3) und Calcitonin-Rezeptoren und wird in der Forschung zur Untersuchung von Sättigungssignalen und Energiehomöostase eingesetzt, u. a. in Kombination mit GLP-1-Agonisten. Nur für Forschungszwecke.

Cagrilintide wird als lyophilisiertes Pulver in einem versiegelten Vial geliefert. Das Produkt ist ausschließlich für Labor- und Forschungszwecke vorgesehen und nicht für die Anwendung an Mensch oder Tier bestimmt.

Die verfügbaren Prüfunterlagen werden im Laborbereich nach Produkt geführt. Produktangaben und Prüfstatus bleiben so nachvollziehbar miteinander verknüpft.

Ratgeber · Cagrilintid: Aufbau, Analytik und Handhabung in der Forschung →

Über Cagrilintide

Was ist Cagrilintid?

Cagrilintide ist die INN-Bezeichnung eines synthetischen Peptids, im Deutschen meist Cagrilintid geschrieben. Es gehört zu den Amylin-Analoga: Die Kette aus 37 Aminosäuren folgt dem Aufbau des menschlichen Amylins (IAPP), ist aber an sechs Positionen verändert und lipidiert. Pharmakologisch gilt Cagrilintid als nicht-selektiver Agonist an den Amylin-Rezeptoren AMY1, AMY2 und AMY3 sowie am Calcitonin-Rezeptor (CTR). Die Amylin-Rezeptoren sind Komplexe aus dem Calcitonin-Rezeptor und je einem rezeptoraktivitätsmodifizierenden Protein (RAMP1, RAMP2 oder RAMP3).

Struktur und Kenndaten

Gegenüber humanem Amylin trägt Cagrilintid Glutaminsäure an Position 14 und Arginin an Position 17, ein Paar, das für eine helixstabilisierende Salzbrücke angelegt ist. Hinzu kommen Proline an den Positionen 25, 28, 29 und 37. Am α-Aminoende von Lys1 hängt über einen L-γ-Glutamyl-Linker eine Fettdisäure mit 20 Kohlenstoffatomen; der C-Terminus ist amidiert.

  • Peptidkette (37 Aminosäuren): KCNTATCATQ RLAEFLRHSS NNFGPILPPT NVGSNTP
  • Modifikationen: HOOC-(CH2)18-CO-γGlu an Lys1, C-terminales Prolinamid, Disulfidbrücke Cys2–Cys7
  • Summenformel: C194H312N54O59S2
  • Molare Masse: 4409,1 g/mol (ohne Gegenionen)
  • Monoisotopische Masse: 4406,25 Da
  • CAS-Nummer: 1415456-99-3
  • PubChem-CID: 171397054

Einordnung: Cagrilintid und verwandte Peptide

Mit humanem Amylin teilt Cagrilintid Kettenlänge und Disulfidbrücke; das natürliche Peptid endet jedoch auf ein Tyrosinamid und ist nicht lipidiert. Das Analogon Pramlintid enthält bereits die Proline 25, 28 und 29, Cagrilintid ersetzt zusätzlich Asparagin 14, Valin 17 und Tyrosin 37. Lachs-Calcitonin ist mit 32 Aminosäuren kürzer, endet aber ebenfalls auf ein Prolinamid und bindet an den Calcitonin-Rezeptor, den gemeinsamen Kern der Amylin-Rezeptoren. In der Kategorie Inkretin-Analoga steht Cagrilintide, obwohl es sich nicht von einem Inkretin ableitet: GLP-3 etwa stammt von GIP ab und richtet sich an die Rezeptoren für GIP, GLP-1 und Glucagon, Cagrilintid dagegen an die Calcitonin-Rezeptorfamilie. Gemeinsam ist beiden die C20-Fettdisäure.

Forschungskontext

Cagrilintid wird in In-vitro- und präklinischer Forschung zum Amylin- und Calcitonin-Rezeptorsystem untersucht. Da dasselbe Molekül den Calcitonin-Rezeptor allein und alle drei RAMP-Komplexe anspricht, lässt sich vergleichen, wie die jeweilige RAMP-Untereinheit die Ligandenerkennung verändert. Beschrieben ist damit ein Forschungsgegenstand, keine Wirkung am Organismus. Mehr zu Benennung und Aufbau bietet der Ratgeber zu Cagrilintid.

Analytik bei GPeptides

Das Vial enthält 10 mg lyophilisiertes Peptid mit einer ausgewiesenen Reinheit von ≥ 98 %. Cagrilintide wird regelmäßig extern per HPLC und Massenspektrometrie geprüft; in der Umkehrphasen-HPLC verlängert die C20-Seitenkette die Retention, für die Reinheitsangabe zählt der Flächenanteil des Hauptpeaks. Nach Elektrospray-Ionisierung erscheinen mehrfach protonierte Ionen, bezogen auf die mittlere Masse rechnerisch bei m/z 1470,7 (3+), 1103,3 (4+) und 882,8 (5+). Bei rund 4,4 kDa erreicht das monoisotopische Signal nur etwa ein Drittel des stärksten Isotopenpeaks (M+2). Fehlt die Fettsäure-γGlu-Seitenkette, sinkt die mittlere Masse um rund 453,6 Da; eine geöffnete Disulfidbrücke erhöht sie um etwa 2 Da, was nur hochaufgelöste Spektren sicher erfassen. Sofern ein Analysezertifikat (COA) vorliegt, finden Sie es im Laborbereich; fehlt es dort, ist die Prüfung als ausstehend markiert. Die Grundlagen erläutert der Ratgeber HPLC und Massenspektrometrie.

Spezifikationen

Die relevanten Produktdaten stehen als Seiteninhalt bereit: Form, Reinheit, Prüfmethode und Verwendungszweck.

FormLyophilisiertes Pulver
Reinheit≥98%
PrüfmethodenHPLC / MS
Einheit10 mg
KategorieInkretin-Analoga
ArtikelnummerGP-0102

Anwendung

Nur für Forschungszwecke (Research Use Only). Alle Produkte sind ausschließlich für die wissenschaftliche In-vitro-Forschung bestimmt und nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch.

Ausschließlich für wissenschaftliche In-vitro-Forschung. Nicht für therapeutische oder klinische Anwendung.

AnwendungNur Forschung (In-vitro)
LagerungTrocken & kühl · −20 °C langfristig

Laborzertifikate

Qualitätssicherung

Extern geprüft, Prüfstatus im Laborbereich.

Identität und Reinheit werden regelmäßig extern per HPLC und Massenspektrometrie geprüft. Die verfügbaren Analysezertifikate sind im Laborbereich hinterlegt.

Alle Laborzertifikate ansehen →

Prüfbericht

Analysezertifikat (COA)

Das Zertifikat zu diesem Produkt wird im Laborbereich veröffentlicht, sobald es vorliegt.

Alle Laborzertifikate ansehen →

Häufige Fragen

Ist Cagrilintide dasselbe wie Cagrilintid?

Ja. Cagrilintide ist der internationale Freiname (INN), Cagrilintid die im Deutschen übliche Schreibweise. Eindeutig identifiziert wird das Peptid über die CAS-Nummer 1415456-99-3 und die PubChem-CID 171397054.

Worin unterscheidet sich Cagrilintid von Amylin und Pramlintid?

Gegenüber humanem Amylin ist Cagrilintid an sechs Positionen verändert (N14E, V17R, A25P, S28P, S29P, Y37P) und am N-Terminus über einen γGlu-Linker mit einer C20-Fettdisäure acyliert. Pramlintid unterscheidet sich von Amylin nur durch die drei Proline an den Positionen 25, 28 und 29 und ist nicht lipidiert.

An welche Rezeptoren bindet Cagrilintid?

Cagrilintid gilt als nicht-selektiver Agonist am Calcitonin-Rezeptor und an den Amylin-Rezeptoren AMY1, AMY2 und AMY3. Diese drei bestehen jeweils aus dem Calcitonin-Rezeptor und einem der Begleitproteine RAMP1, RAMP2 oder RAMP3.

Welche Massen sind für Cagrilintid im Massenspektrum zu erwarten?

Aus der Summenformel C194H312N54O59S2 folgen eine monoisotopische Masse von 4406,25 Da und eine mittlere Masse von rund 4409,1 Da. Nach Elektrospray-Ionisierung liegt das vierfach protonierte Ion, bezogen auf die mittlere Masse, rechnerisch bei m/z 1103,3; sein monoisotopischer Peak erscheint bei m/z 1102,57.

Wofür ist dieses Produkt bestimmt?

Ausschließlich für wissenschaftliche In-vitro-Forschung und Laboranwendungen. Nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch, nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke.

Wie wird das Peptid geliefert?

Als lyophilisiertes (gefriergetrocknetes) Pulver im verschlossenen Vial. Für die Rekonstitution im Forschungskontext wird üblicherweise bakteriostatisches Wasser verwendet.

Wie lagere ich das Produkt?

Ungeöffnet und lyophilisiert: kühl, trocken und lichtgeschützt; für die Langzeitlagerung bei −20 °C. Rekonstituiert: gekühlt und zeitnah verwenden.

Gibt es ein Analysezertifikat (COA)?

Veröffentlichte Analysezertifikate stehen im Laborbereich, sortiert nach Produkt. Liegt für ein Produkt noch kein Prüfbericht vor, ist es dort als „ausstehend“ gekennzeichnet.